Nanostomus Morthenthalerie Zuchtbericht

Purpurziersalmler oder auch Nannostomus mortenthaleri

Der Purpurziersalmler ist ein leider sehr selten zu findender Salmler. Dies liegt daran das die Haltung so wie die Zucht nicht leicht sind. Wenn sie doch mal auf der Stockliste stehen, dann sind sie oft sehr teuer.

Wir haben uns letztes Jahr durch Zufall in diesen Salmler verliebt und wollten dieses Traumhafte Tier züchten.

Eine 10er Gruppe kam 170€ im Laden (2018). Aber das sollte uns nicht abhalten.

Wir haben die Tiere erstmal in ein 60cm Becken gegeben mit Pflanzen und Verstecken. Bei den Purpurziersalmlern ist in jeder Gruppe eine Rangordnung. Das am besten gefärbte Tier ist oft das Oberhaupt.

Nun haben wir uns mit den Bedingungen zur Zucht und den Geschlechtern befasst. Doch nach langem Suchen haben wir gerade mal einen Beitrag zu den Tieren gefunden der nützlich war. Wasserwerte angepasst und die Tiere in reines Osmosewasser gesetzt. Moos rein zum Ablaichen. Aber da die Tiere richtige Räuber sind was die Eier angeht, ist nie etwas geschlüpft. Nach 3-5 Monaten hatten wir die Nase voll und haben die Tiere in eine ecke gestellt und einen letzten Versuch gewagt. Es sind 4 Tiere in ein 25 Liter Becken umgezogen in welches 100% Osmosewasser war mit einem Büschel Moos in der Mitte, einen Schwammfilter und Laichmöppsen (Anleitung zum Bauen von Laichmopps). Es wurden 1 M und 3 W in das Becken gesetzt. Da nun Sommer war haben wir oft nur gefüttert und uns nicht weiter drum gekümmert. Nach weiteren 2 Monaten haben wir dann entschlossen die Tiere ins Gesellschaftsbecken zu setzen und die Zucht aufzugeben. Doch dann entdeckte ich die erste kleine Larve.

Seit dem züchten wir regelmäßig diesen tollen Salmler wie folgt.

Zur Zucht wird benötigt:

1x Becken mit 25 Liter ( Standartmaß)

1x Luftheber

Ein paar Laichmopse

Osmosewasser

Erlenzapfen

Torf

4-5 Nanostomus ( immer mehr W als M zur Zucht ansetzen)

Das Becken wir zu 75% mit Osmosewasser gefüllt, Filter wird in betrieb genommen. Dann werden Erlenzapfen ( Handvoll) mit heißem Wasser übergossen und stehen gelassen bis es abgekühlt ist. Den Torf haben wir 2-3 Stücken in einen Damenstrumpf getan und ins Becken gehangen. Die Erlenzapfen und der Sud wird ins Becken gekippt.

Dann fehlen nur noch die Laichmöpse. ( Anleitung hier) Diese haben wir zum teil schwimmend aber auch hängend eingesetzt und nur auf eine Seite ( Sichtseite) des Beckens.

Nun heißt es warten, warten, warten und viel Geduld. Die Eiablage selbst und das Schlüpfen konnten wir nie beobachten. Dies scheint hauptsächlich in der Nacht zu passieren. Um einen guten Laichansatz zu erhalten werden die Tiere ausschließlich mit Frost und Lebendfutter gefüttert ( Artemia, Artemianauplien und Schwarze Mückenlarven). Nach 2-4 Wochen sollte man dann die ersten Larven sehen, wenn es geklappt hat. Die Larven sind immer in der nähe der Wasseroberfläche und vor allem zwischen den Möpsen. Ein schnelles Absammeln ist wichtig, da die Elterntiere den Larven nachstellen sobald diese gesichtet werden. Wir sammeln auf zwei Arten. Einmal mit einer Pipette und einmal mit einem sehr feinen Sieb.

Die Larven sind beim Entdecken oft um die 0,3-0,5cm.

Die Larven werden in ein kleines 5 Liter DAquarium gesetzt in dem ebenfalls nur Osmosewasser drin ist. Wichtig kein Leitungswasser dann ist der Verlust groß. In dem Becken ist nichts weiter als ein Erlenzapfen und eine kleine feine Pflanze. Ein brauch nicht eingebracht werden, sehen wir auch als Gefahr für die Larven (bis zu einer Größe von 1-1,5cm).

Nun werden die Larven mit Microwürmern und Artemianauplien gefüttert. Sobald Sie 1,0cm haben kommen sie in ein neues DAquarium um dort bis 1,5-2cm ran zuwachsen.

Die Größeren Tiere fressen die kleineren Jungtiere, deshalb sollte man beim einsetzen neuer Jungtiere darauf achten das diese nicht als Futter enden. Deshalb ist dieses Beckenhopping nötig. Der Bodengrund des Beckens wird 1-2x in der Woche abgesaugt und wieder mit frischem Osmosewasser aufgefüllt. Ab dem Umsetzen und 1,5cm werden die Tiere langsam an das normale Leitungswasser gewohnt (Achtung nicht jedes Leitungswasser eignet sich dafür).

Nun heißt es einfach weiter füttern bis die Tiere anfangen sich zu färben. Das Wachstum ist langsam. Sobald Sie 2cm haben ziehen die Tiere zu den anderen Elterntiere ins Haltebecken.

Dort werden sie dann auch an Granulatfutter gewohnt. Wir nutzen dafür sehr gern das Artemia 50% Granulat.

Dann dürfen die Kleinen langsam in ein neues Zuhause ziehen.
Weiter Tipps zur Haltung findet hier in unserem Steckbrief zu den Tieren.

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