Zuchtbericht Vietnamesische Kardinalfisch - Tanichthys albonubes

Der Kardinalsbärbling ist ein sehr leicht zu züchtener Bärbling.

 

Durch seine Farbkombination und seiner kleinen Größe ist er auch zu einem sehr beliebten aquarianischen Gesellen geworden.

 

Die Zucht in einem Gesellschaftsbecken würde ich als nahezu unmöglich bezeichnen, außer es sind sehr viele dichte Bepflanzungen, viel Moos und ein nicht so starker Filter vorhanden.

 

Die Kardinäle haben es lieber etwas kühler, wodurch man im Normalfall keine Heizung in den Becken benötigt.

 

Zur Zucht nutze ich eine kleine Plastebox von 20 L Wasser. Maximal 10 Liter Wasser fülle ich in diese Box hinein. Dann verwende ich in einer Ecke etwas Moos und in der anderen meist etwas Hornkraut bzw. sogenannte Laichmopps.

Dort können Sie beim Ablaichen durchschwimmen. Bei den Kardinälen handelt es sich um Freilaicher. Wenn man die Gelegenheit bekommt diesen Tieren bei der Paarung zuzusehen, wird man erkennen, dass die Männchen sich um das Weibchen schlingen und dadurch die Eier befruchten, welche das Weibchen dann einfach an Ort und Stelle fallen lässt.

 

Kardinäle sind Laichräuber. Oft konnte ich beobachten, wie sie teilweise aktiv nach den Eiern suchten und diese dann auch frassen.

 

Nach dem sich Wasser und Pflanzen in der Box befinden, setze ich noch einen Sauerstoffsprudelstein mit rein.

 

Die Temperatur liegt bei 21-24 Grad. Die Wasserhärte liegt bei 6-10 dGH.  Wir verwenden dafür ganz normales Leitungswasser.

 

Bisher hat es sich bewährt wenn man 1 Männchen auf 2-3 Weibchen angesetzt hat.

Die Gruppe lasse ich 1-2 Tage in der Box und fange sie dann wieder raus. Je nach Temperatur sollten nach 5-7 Tagen die kleinen Kardinäle freischwimmen.

Die Eier der Kardinäle sind kleine runde Kugeln, welche maximal 1mm groß und durchsichtig sind. (Ähnliche größe wie die Keilfleckeier)

Die Jungfische haben dann eine Größe von 3-4mm und man kann Sie kaum erkennen.

Ab da benötigen diese sehr feines Futter. Wir füttern die kleinen 2-3 mal täglich mit Microwürmern. Der Ansatz ist ganz leicht, macht nicht viel Arbeit und ist fein genug für die kleinen Mäuler.

 

Ab einer Größe von 1-1,5cm geben wir dann feines Flockenfutter und auch Lebend- und Frostfutter.

 

Die Anzahl der Nachzuchten war bisher immer sehr unterschiedlich (von 3-67 kleinen Fischen war alles dabei).

 

Das gleiche Laichverhalten konnten wir auch bei der gelben Zuchtform der Kardinäle feststellen. Hier sollte  nach dem Freischwimmen genau nachsehen werden. Die Jungtiere haben eine weiße Farbe, wodurch sie im Becken übersehen werden können.

 

Die Eier der Kardinäle sind kleine runde Kugeln, welche maximal 1mm groß und durchsichtig sind. (Ähnliche größe wie die Keilfleckeier)

 

 

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